Bildbearbeitung

Früher gab man den voll geknipsten Film zum Entwickeln ab und bestellte Fotos davon. Diese landeten im günstigsten Fall in einem Fotoalbum oder im ungünstigsten in einem Schuhkarton. Es gibt so manche, die diesen Zeiten nachtrauern und sich nicht umstellen wollten. Deswegen wurde noch lange auf Film geknipst und erst viel später eine Digitalkamera gekauft nachdem klar wurde: „He, man kann davon ja auch Papierbilder haben!“ Die Erleichterung der analogen, PC-losen Fraktion war groß!

Doch schon damals gab es FotografInnen, die ihre Fotos selber entwickelten. „Abwedeln“ und „Pushen“ war angesagt um die Werke auf Papier zu bringen. Es wurde mit giftigen Chemikalien in Räumen hantiert, wo sonst Wäsche gewaschen oder von Kinder ihre Bastelarbeiten für Muttertag oder Weihnachten durchgeführt wurden. Auch in dieser Fraktion gab es lange heftigen Widerstand, besonders wegen der Qualität der Bilder.

Damals war es, genau so wie heute, „Bildbearbeitung“. Das „Abwedeln“ und „Pushen“ wird inzwischen ohne Chemie und abgesperrte Badezimmer auf jedem PC oder Laptop mit Photoshop, Gimp oder anderen Programmen erledigt. Ich gehe mal kurz auf die bisher von mir verwendeten ein:

Gimp


Gimp
ist „Open Source“, also Freeware für den privaten Gebrauch!
Deswegen steht es aber dem Riesenprogramm Photoshop in nichts nach.
Es wird aufgrund seiner Qualitäten sogar von professionellen Firmen verwendet.
Das es für Privatpersonen gratis ist, motiviert dabei ungemein, sich in die Software einzuarbeiten.
http://www.gimp.org

 

 

Corel´s Paintshop Pro (PSP) ist zwar nicht gratis, PSP12
aber deutlich günstiger als das große Photoshop (PS).

Es liegt preislich eher dort wo das kleine Photoshop Elements liegt (~ € 100.-).
Ich habe viele Jahre mit PSP gearbeitet und Photoshop nicht vermisst. OK, ok – ich geb´s ja zu:
Es war mir erstens zu teuer und zweitens war es mir einfach zu kompliziert.
PSP ist sehr leicht zu erlernen und liefert erstklassige Ergebnisse!
http://www.corel.com

 


Erst als ich aufgrund von Aus- und Weiterbildungen zwei Photoshopkurse machte
und ich dadurch die Möglichkeit hatte günstig das Programm zu kaufen, griff ich zu
und erwarb das große Adobe Photoshop CS4 mit dem ich einige Jahre arbeitete.
Ab Anfang 2014 leistete ich mir das Abo der Adobe PS CC für Fotografen „Cloud“ Version,
das mit lächerlichen € 12.-  Euro im Monat zusätzlich Adobe Lightroom auf zwei Geräten
und immer die neuesten Updates und Versionen bietet.
Außerdem kam ein Jahr später gratis die Version Lightroom für (IOS & Android) Tablets dazu.
Was will man eigentlich noch mehr? Eben! 😀

 

Der kleine Bruder PS Elements 11 lief noch eine Zeit lange am Laptop. Elements ist für private Nutzung auch PSE11für Anfänger ausgezeichnet geeignet. Adobe hat es geschafft komplexe Funktionen mit einfacher Bedienung zu verbinden. Sowohl die Bildbearbeitung als auch die Gestaltung von Webalben und Diashows sind schnell und einfach machbar. Hätte ich die Kurse nicht gemacht, würde ich wohl heute immer noch mit PSP oder auch PS Elements  arbeiten. Gerne empfehle ich PSP noch heute weiter und es muss auch nicht immer die neueste Version sein. Oft kommt man um wenig Geld an OEM Versionen und ist sehr glücklich damit, weil es eigentlich alles bietet, was man privat benötigt und noch mehr.
http://www.adobe.com

 

LR5Für engagierte Amateure und Profis gibt es noch eine Auswahl an RAW-Convertern.
Vorrangig liefern die Kamera-Hersteller ihre eigene RAW-Software auf CD GRATIS mit!
Viele stellen mit der Zeit fest, dass diese Produkte das beste Farbverhalten liefern.
Auch Paintshop Pro, Gimp und Photoshop bzw. Lightroom können mit RAW-Dateien verschiedener Hersteller umgehen – vorausgesetzt die Software ist nicht all zu alt.
Der Haken bei der Sache ist: Für die neuesten Kameras und deren oft auch neuen RAW-Formaten liefert zB. Adobe nur für die neuesten PS Versionen die erforderlichen Updates. Ansonsten heißt es (meist teuer) Updates kaufen.
Mit dem Abo-Model von Adobe PS+Lightroom erhält man seit 2014 automatisch die Möglichkeit,
neue RAW Dateien zu bearbeiten, zeitnahe mit Updates und neuen Programversionen mit dazu.

 

HEISSER TIP  um das im Notfall zu umgehen: Der ADOBE DNG Converter!
RAW-Dateien, die dieser Converter in DNG Dateien umgewandelt hat, werden von ALLEN Adobe
und konformen Programmen anderer Hersteller problemlos erkannt und verarbeitet!
Der Link zu dieser fabelhaften, von Adobe KOSTENLOS zur Verfügung gestellten Software:
http://www.adobe.com/at/products/photoshop/extend.displayTab2.html#downloads

So kann man nach der Umwandlung in das DNG-Format auch mit älteren Photoshop-Versionen die RAW Dateien neuester Kameras nutzen.
Ansonsten gibt es unter anderem folgende RAW Software-Programme, die man käuflich erwerben kann.

  • Adobe Lightroom
  • DXO Optics Pro
  • Capture One
  • Silkpix Developer Studio
  • Bibble Pro

Adobe Lightroom, Capture One, DXO Optics habe ich selbst probiert, bin aber dann doch bei Canon´s Digital Photo Professional geblieben, wenn es um Canon-Files ging. Ansonsten nutze ich den DNG Converter um die RAWs in Photoshop zu bearbeiten. Der Olympus RAW Converter hat eine Vielzahl von Filtern und Spezialitäten auf Lager, die andere Hersteller nicht anbieten.
Übrigens: Es können bei den RAW-Konvertern der Kamerahersteller
nur die RAW-Files der eigenen Geräte ausgearbeitet werden!

Wichtig ist eines: Egal womit du arbeitest, entscheide dich und bleib dabei!
Mach dich einfach mit dem Programm deiner Wahl gut vertraut, nur das Ergebnis zählt!

Zum Schluss noch ein „Tipp unter Freunden“ für das schnelle Ergebnis: IrfanView

Mit diesem Programm arbeite ich seit vielen Jahren, wenn es darum geht, schnell mal

  • einen Überblick über meine Fotos (auch in RAW) zu bekommen
  • Bilder (für welchen Zweck auch immer) zu verkleinern
  • rasch, die eine oder andere kleine Änderungen vorzunehmen
  • oder sie ordnerweise im „Batch-Verfahren“ automatisch zu verändern

Es ist logisch aufgebaut, leicht erlernbar und auch in Deutsch einzustellen.
(Options – change language – Deutsch).
Wenn man nach der Programm-Installation auch noch das komplette PlugIn-Packet installiert, liest es auch alle RAW-Files,
Musik- und Video-Dateien wie auch PDFs und andere Dateiformate.
Für mich ist es DAS Anzeige-Programm, das auf jeden PC gehört!

 

Die gezeigten Produktfotos sind Darstellungen und Eigentum der jeweiligen Hersteller!