Das TFP Prinzip – logisch erklärt!

TFP – was bedeutet das?
Zu analogen Zeiten stand diese Abkürzung für Time for Prints, heute eher Time for Pictures,
da Fotos eher mehr digital getauscht und präsentiert werden, als in gedruckter Form.

In der Praxis bedeutet es, dass sich Model wie Fotograf gegenseitig unterstützen ihr Portfolio aufzubauen oder zu erweitern. Das ist natürlich für Neu-Einsteiger besonders hilfreich, ebenso für diejenigen die es eher als Hobby betreiben und daher oftmals nicht so mit Geld um sich schmeißen können oder wollen. Es ist also eine Win-Win Situation! BEIDE haben daraus ihren Nutzen!

Das Model bekommt Fotos für das eigene Portfolio, egal ob digital, für die eigene Modelseite, oder in gedruckter Form für die Model-Mappe, die für Vorstellungen bei professionellen Agenturen oder Fotografen wiederum hilfreich sind, bezahlte Aufträge zu erhalten.
Der Aufwand liegt hier im Bereich der meist selbst migebrachten Kleidung, schminken und Haare machen, (dafür kann man bei Bedarf auch eine Visagistin buchen – die arbeiten aber so gut wie nie TFP)
Der Nutzen für Modelle beteht darin, dass TFP Shootings eine Unterstützung oder Art Starthilfe vom Fotografen sind, um in der Welt der Fotomodelle Fuß fassen zu können.

Der/die Fotograf/in bekommt ebenso Fotos für das eigene Portfolio, egal ob digital, für die eigene Webseite, mit der er sich ebenso für bezahlte Auftragsarbeiten bewerben oder weitere Modelle für seine/ihre Arbeiten interessieren kann.
Der Aufwand liegt hier im Bereich der Technik. Kamera, Beleuchtung, Studio, etc., das ist sehr unterschiedlich.  Nach dem Shooting, steht allerdings auch noch die Bildbearbeitung an und die dauert meist erheblich länger als das Shooting, je nach Ziel oder Vereinbarung mit dem Model. Und das hat nichts damit zu tun wie gut der Fotograf „fotografiert“. Unbearbeitete Bilder sind für beide Seiten kein Renommee!
Der Nutzen für Fotografen besteht darin, dass er ebenso mehrere Bilder vorzuweisen hat, günstig an untersxhiedlichste Charaktere kommt, die er für seine Ideen nutzen und sie somit erst umsetzen kann.

Um beide Seiten abzusichern gibt es entsprechende Model- und Nutzungsverträge. Dabei ist zu beachten, dass die DSGVO einige sehr enge und manchmal sehr erschwerende Vorgaben macht. Unter anderem müssen die Webseiten und andere Nutzungen GENAU angegeben werden. Bei NICHT-TFP Shootings sind auch die finanziellen Angaben erforderlich. Darunter fallen, genau genommen, auch Fahrtkosten-Entschädigungen.

Sollten Bilder eines TFP-Shootings im Nachhinein von Model oder Fotograf, trotz Vereinbarung, kommerziell genutzt werden und derjenige Geld dafür bekommen, wäre es nur angebracht den anderen Teil der Kooperation daran mitnaschen zu lassen. Das nennt man Fairness und trägt zu einem guten Gewissen zwischen den PartnerInnen bei, die vielleicht ihre Zusammenarbeit in Zukunft fortsetzen wollen.

Und wenn einer der beiden doch Geld haben möchte für seinen Aufwand? Dann muss man sich individuell einigen, aber das ist dann ein PAY-(bezahltes) Shooting und hat mit TFP nichts mehr zu tun. Vielleicht fragt sich mancher, WER WEN bezahlen sollte? WESSEN Aufwand ist größer?
Modelle würden wohl eher Haardesign, Visa, Kleider-Verschleiss, Anreise etc in Rechnung stellen,
Fotografen das teschnische Equipment, dessen Abnutzung, Studiokosten, anschließende Bildbearbeitung…
Der Zeitaufwand des Shootings ist ja für beide der selbe, das kann man also sowieso nicht zählen.
Wessen Aufwand ist höher? Welche Rechnung berechtigter? Gleicht es sich aus oder nicht?
Ein Streitpunkt der nur schwer zu klären sein dürfte – lasst euch darauf nicht erst ein.

TFP Shootings sind BEIDERSEITS Investition und Nutzen!
Beide Seiten sollten sich von Aufwand und Nutzen von vornherein her klar sein und dazu stehen!
Alles andere fällt unter bezahlte Shootings und da sollte DER zahlen, der einen Auftrag dafür hat und Geld von seinem Auftraggeber erhält und etwas davon abgeben kann. Ganz einfach!
Oder? 😉

In diesem Sinne! Redet miteinander und viel Spaß beim nächsten Shooting!
LG WOLF